Die Tanzania Renewable Energy Association ist seit 2006/07 mit einer Zweigstelle in Mwanza vertreten. Seit 2012 gibt es neben dem Vorstand und diversen Renewable Energy Stakeholdern eine Vollzeitstelle, die Verbandsarbeit in Mwanza und Umgebung macht.

Mwanza, die zweitgrößte Stadt Tansanias, liegt im Nordwesten des Landes. Das Klima dieser Region ist warm bis heiß, doch durch die Lage direkt am Victoriasee ist es häufig windig, sodass das Wetter meist sehr angenehm ist. Als größte Stadt am Victoriasee mit mehreren Häfen bildet Mwanza den Hauptknotenpunkt in der Region. Mwanza ist eine der am schnellsten wachsenden Städte Ostafrikas. So haben sich in den letzten Jahren verschiedene Industrien in und um die Stadt angesiedelt. Mit dem wachsenden Wohlstand der Bevölkerung steigt auch die Nachfrage nach alternativen Energiequellen wie Biogas und vor allem der Solartechnologie.

In den Anfangsjahren war ein großes Projekt der TAREA das sogenannte „Solare Fischen“. Ziel des Projekts war es, die am Victoriasee verwendeten Kerosinlampen durch nachhaltigere Solarlampen zu ersetzen. Einerseits sollen durch die Verwendung der neuen Lampen CO2-Emissionen reduziert werden, andererseits sollen sie den Fischern eine sichere Handhabung bieten. Einige Fischergruppen benutzen somit seit Jahren erfolgreich die Solarlampen und das Projekt ist in eine Langzeitkooperation zwischen den Städten Mwanza und Würzburg übergegangen. TAREA übernimmt weiterhin Beratungs- und Rechercheaufgaben.

In vergangenen Jahren haben Freiwillige der TAREA außerdem das Villageboom-Projekt durchgeführt, bei dem Solarlampen der Bevölkerung in Gebieten ohne Stromanschluss zum Kauf angeboten wurden. Um den Dorfbewohnern den Kauf zu erleichtern, wurden Mikrofinanzierungsmodelle angewendet. Nach Beendigung des Projekts stehen nun Evaluation und Reflexion an, die von den Freiwilligen durchgeführt werden können.

Die Arbeit bei TAREA findet in den ersten Monaten, bis die Freiwilligen sicherer mit Kiswahili und den Strukturen sind, v.a. im Office statt, bei dem die Freiwilligen mit dem Chef zusammenarbeiten. Dazu gehört das Verfassen von Projektanträgen sowie die Mitgliederpflege, z.B. das Erstellen von Rundmails für die Mitglieder. All dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit dem Chef.

Weiterhin plant TAREA Projekte im Bereich der Umweltbildung für Schulen. Dabei sollen die Freiwilligen – in Abstimmung mit den Lehrern – Projekte durchführen, die die Sensibilisierung der SchülerInnen zum Thema Umweltschutz zum Ziel haben. Der Bereich der Arbeit bei TAREA bezieht sich somit nicht ausschließlich auf die Thematik der Solarenergie, sondern beinhaltet auch weitere Aspekte zum Thema Umweltschutz.

Mit einem einzigen festen Angestellten bietet TAREA Lakezone auch sehr viel Raum für Eigeninitiative und neue Ideen rund um erneuerbare Energien, besonders Solarenergie, und Umweltthemen.

Aufnahmeorganisation TAREA Mwanza...

  • ist Partnerorganisation der DTP seit 2007.
  • arbeitet teilweise mit den Fischern zusammen, weshalb zwei männliche Freiwillige aufgenommen werden

Aufgabenbereiche der Freiwilligen

Die konkreten Aufgaben ergeben sich i.d.R. vor Ort und hängen stark von den aktuellen Bedürfnissen der Organisation und den Kenntnissen, Ideen und der Motivation der Freiwilligen ab.

  • Möglichkeit, Nachtfischen zu gehen um die Solar-Fischerlampen zu testen und mittelfristig die Teilnahme an der Begleitung der nächsten Solarlampengeneration, welche durch die Universität von Würzburg bereit gestellt werden
  • TAREA Lake Victoria Zone Mitglieder verwalten (z.B. Beitragszahlungen dokumentieren, Informationen zu erneuerbaren Energien weiterleiten und neue Mitglieder gewinnen)
  • TAREA Aktivitäten unterstützen (z.B. Mitgliedertreffen organisieren)
  • Projektanträge verfassen
  • Kommunikation mit Partnerorganisationen

Kleinprojekte

  • Schulprojekt:
    • Unterricht an englischsprachigen weiterführenden Schulen zu Erneuerbaren Energien, Klimawandel und Umweltschutz
  • Villageboom:
    • Vertrieb von kleinen Solarlampen in Dörfern in enger Kooperation mit der Villageboom GmbH
    • Entwicklung eines nachhaltigen Konzeptes zum Verkauf dieser Lampen
  • TAREA Mitgliederbesuche:
    • Besuch einiger Mitglieder in Mwanza und Umland, um die Arbeit TAREAs kennenzulernen und die Mitglieder zu mobilisieren

Unterkunft und Verpflegung

Die beiden Freiwilligen wohnen jeweils in einer eigenen Gastfamilie. In beiden Fällen gibt es mehrere Gastgeschwister und eine aufgeschlossene Nachbarschaft. Durch das enge Zusammenleben sind der Kulturaustausch und tansanisches Leben ein wichtiger Bestandteil des Jahres. Aufgeschlossenheit und Offenheit für das Familienleben sind hier auf jeden Fall sehr förderlich.